Mit den richtigen Methoden die Vogelgrippe bekämpfen

Ein sauberes und keimfreies Umfeld beugt Parasiten und Krankheitserregern vor. So breitet sich seit Ende 2014 die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, in Europa aus. Ein besonders schwerwiegender Ausbruch betrifft seit dem Winter 2016 auch deutsche Ställe.

Die Vogelgrippe betrifft vor allem Hühner und Wasservögel

Bei der Vogelgrippe (Geflügelpest) handelt es sich um eine Viruserkrankung, ausgelöst durch verschiedene Influenza-A-Viren. Sie betrifft alle Geflügelarten, insbesondere Wasservögel und Hühner erkranken besonders häufig daran. Die Erkrankung wird von Tier zu Tier über den Kot sowie die Luft übertragen und endet für 80-100 Prozent der betroffenen Tiere tödlich. Je nach Art des Influenza-A Virus können sich auch Menschen infizieren, wobei beim aktuellen Erreger H5N8 noch keine Übertragung auf den Menschen festgestellt werden konnte.

Symptome der Vogelgrippe

Von der Vogelgrippe befallene Tiere erkennt man an verschiedenen Symptomen. Dazu zählen Apathie, Fressunlust und Atemprobleme, die durch das Atmen mit offenem Schnabel ersichtlich sind. Zudem ist eine Blaufärbung der Schleimhäute sowie Schwellungen an Hals, Kamm und Beinen zu beobachten. Manchmal ist der Erreger so aggressiv, dass das betroffene Tier ohne Vorwarnung tot umfällt oder erstickt. Die Krankheit bricht bei Vögeln 3 bis 14 Tage nach der Infektion aus.

Schutzmaßnahmen gegen die Vogelgrippe

Bei der Vogelgrippe handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Sobald der Verdacht eines Ausbruchs besteht, regelt die Geflügelpest-Verordnung verschiedene Schutzmaßnahmen. Dazu zählt das Errichten von Sperrzonen sowie die Stallpflicht für im Freien gehaltene Vögel. Ferner müssen mit einem geeigneten Desinfektionsmittel getränkte Matten an den Ein- und Ausgängen der Ställe ausgelegt werden. Das Betreten der betroffenen Ställe ist ferner nur mit bestimmter Schutzkleidung erlaubt (u.a. Overall, Atemschutzmaske, Schutzbrille). Im Stall getragenes Schuhwerk gilt es vor dem Betreten und nach dem Betreten des Stalls zu reinigen und zu desinfizieren.

Um auf einen Ausbruch der Geflügelpest optimal vorbereitet zu sein, empfiehlt es sich, Utensilien wie Desinfektionsmittel, Schutzkleidung oder Transportbehälter für Tierkadaver bereits im Vorfeld zu organisieren.

Grundsätzlich gilt: Eine artgerechte und natürliche Haltung stärkt das Immunsystem unserer Tiere und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Erkrankungen aller Art.

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