Tipps für das Züchten von Wachteln

Die Wachtelhaltung erlebte in den letzten Jahren einen Aufwärtstrend. Die kleinen Hühnervögel sind nicht nur wegen Ihrer Eier, sondern auch wegen Ihres zutraulichen Verhaltens und Ihres farblichen Facettenreichtums beliebte Zuchtvögel. Schon aus wenigen Grundfarben und einigen Scheckenmustern lassen sich zahlreiche Farbschläge herauszüchten. Jedes Tier besticht dabei durch die eigene Farbe und das eigene Muster.

Die optimale Haltung von Wachteln

Für die artgerechte Haltung eignen sich ein Wachtelstall oder eine Voliere, denn die kleinen Vögel mögen viel Platz zum Auslaufen. Für die Zucht empfiehlt es sich, Hahn und Hennen im Verhältnis 1:5 zu halten. Werden Wachteln im Stall aufgezogen, sollte darauf geachtet werden, dass dieser möglichst hell, trocken und frei von Zugluft ist. Empfehlenswert ist eine Mindestgröße von 3 x 3 Metern für sechs Tiere. Mindestens die Hälfte des Platzes sollte als Freifläche zur Verfügung stehen. Entscheidet man sich für eine Voliere, muss in jedem Fall ein warmer, isolierter Rückzugsort für die Tiere geschaffen werden. Dort können sie auch Überwintern. In der kalten Jahreszeit muss regelmäßig geprüft werden, ob die Tränke nicht vereist ist. Alternativ bietet sich der Einsatz von elektrischen Tränkenwärmern an, die ganz einfach unter die Tränke gelegt werden.

Um ein möglichst naturnahes Umfeld zu schaffen, wird die Voliere idealerweise mit Moos, Ästen und Wurzeln ausgestattet, denn dies erleichtert auch die Revierbildung. In unserem Shop finden Sie praktische Hilfsmittel für die Befestigung. Darüber hinaus sollte die Futterstelle etwas höher angebracht werden, damit sich die Einstreu nicht mit der Nahrung mischt. Nicht fehlen sollte ein Sandbad für die Reinigung des Gefieders.

Wie werden Wachteleier gebrütet?

Wachteln beginnen schon im Alter von sechs bis acht Wochen mit dem Legen und produzieren rund 300 Eier im Jahr. Die Brutdauer liegt bei etwa 16 - 18 Tagen. Damit Wachteln konstant Eier legen, sollte eine Temperatur mindestens 12 Grad Celsius herrschen. Damit die Vögel auch im Winter legen, empfiehlt es sich, den Stall etwas zu heizen. Leider bebrüten Wachteln in Gefangenschaft ihre Eier eher selten. Zum Brüten sollte der Wachtel eine möglichst ruhige ungestörte Umgebung geschaffen werden. Dies umzusetzen ist jedoch nicht immer ganz einfach, da die Tiere sehr empfindlich sind. Brüten die Tiere nicht auf natürliche Weise, werden die Eier in einem Brutapparat künstlich ausgebrütet. Dieser wird idealerweise zwei bis drei Tage vor der Brut in Betrieb genommen, damit die Temperatur und Luftfeuchtigkeit angepasst werden können. Die Eier werden vorsichtig eingelegt und müssen regelmäßig gewendet werden.

Wachtelküken brauchen reichhaltiges Futter

Wachtelküken benötigen besonders eiweißreiches Futter. Um optimal wachsen zu können, empfiehlt sich ein Proteinanteil von etwa 26 %. Da sehr junge Küken grobes Futter noch nicht aufnehmen können, wird es am besten als Kükenmehl verabreicht. Zudem sollten speziell für die Größe der Küken geeignete Tränken als Wassernäpfe verwendet werden, da sonst die Gefahr des Ertrinkens besteht. Nach etwa vier Wochen sollte auf Futter mit einem Proteinanteil von 16 % - 18 % umgestiegen werden. Als vitaminreiche Ergänzung können Obst, Gemüse und Grünzeug gereicht werden.

Hinweise für das Beringen von Wachteln

Um die verschiedenen Exemplare Ihres Zuchtbestands sowie Ihre Abstammung gleich von Beginn an eindeutig zu identifizieren, sollten Sie Ihre Küken zunächst mit einem offenen Ring in verschiedenen Farben bzw. mit unterschiedlichen Nummern beringen. Wegen der geringen Größe der Küken bietet sich der Easy-Bird-Ring an. Für Eintagsküken benötigen Sie die Größe 3,0 mm. Je nach Wachstum der Küken wird dieser in der Folgezeit durch einen Easy-Flex-Ring der Größe 4mm ersetzt. Im Alter von etwa zwei bis drei Wochen erfolgt die Beringung mit einem geschlossenen Ring.
Bei Fragen zur Beringung Ihrer Küken beraten wir Sie gern.

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