Zunächst stellt sich die Frage, welches Ei stammt von welcher Henne? Hier hat sich die Fallnestkontrolle bewährt. Die Henne, die zum Legen das Nest aufsucht löst selbsttätig einen Mechanismus aus, der das Nest verriegelt. Nach dem Legen muss die Henne vom Züchter aus dem Nest befreit werden. Der Züchter kann nun das Ei zur Henne eindeutig zuordnen. Fallnester können über den Fachhandel bezogen werden. Der Nachteil dieser Methode ist der hohe Zeitaufwand. Viele Züchter sind beruflich intensiv eingespannt und daher nicht in der Lage, alle 1 – 2 Stunden die Fallnester zu kontrollieren. Glücklich kann sich der schätzen, wer hierfür noch einen Familienangehörigen einspannen kann.

Eine weitere Möglichkeit das Ei der Henne zuzuordnen, sind Stämme der Größe 1,1 oder 1,2. Bei letztgenannter Stammgröße kommt eine Jung- und eine Althenne zum Einsatz, deren Eier sich durch die Größe eindeutig zuordnen lassen. Der Nachteil dieser Variante sind die erhöhten Anforderungen an Stall und Auslauf. Viele kleine Abteile und getrennte Ausläufe bedingen auch einen erhöhten Zeitaufwand beim täglichen Füttern, der Pflege und dem Reinigungsaufwand.

Die Bruteier werden ausschließlich mit dem Bleistift gekennzeichnet. Bitte an dieser Stelle keinen Kugelschreiber, Edding oder anderes Schreibutensil verwenden. Die Kennzeichnung sollte eindeutig und mit möglichst wenigen Buchstaben oder Zahlen auskommen.

Nun können die Eier bebrütet werden. Am 18. Tag der Brut werden diese in sogenannte Stammschlupfhorden umgelegt. Nur so kann die bisher erfolgte Kennzeichnung auf das geschlüpfte Küken übertragen werden.