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Vom Brutei bis

zum Ausstellungstier



Zuchterfolge kommen nicht von alleine. Eine gezielte Verpaarung und eine lückenlose Aufzeichnung sind hierfür unerlässlich.

Diese Forderung setzt eine eindeutige und sichere Kennzeichnung voraus.


Fallnestkontrolle


Zunächst stellt sich die Frage, welches Ei stammt von welcher Henne? Hier hat sich die Fallnestkontrolle bewährt. Die Henne, die zum Legen das Nest aufsucht löst selbsttätig einen Mechanismus aus, der das Nest verriegelt. Nach dem Legen muss die Henne vom Züchter aus dem Nest befreit werden. Der Züchter kann nun das Ei zur Henne eindeutig zuordnen. Fallnester können über den Fachhandel bezogen werden. Der Nachteil dieser Methode ist der hohe Zeitaufwand. Viele Züchter sind beruflich intensiv eingespannt und daher nicht in der Lage, alle 1 – 2 Stunden die Fallnester zu kontrollieren. Glücklich kann sich der schätzen, wer hierfür noch einen Familienangehörigen einspannen kann. Eine weitere Möglichkeit das Ei der Henne zuzuordnen, sind Stämme der Größe 1,1 oder 1,2. Bei letztgenannter Stammgröße kommt eine Jung- und eine Althenne zum Einsatz, deren Eier sich durch die Größe eindeutig zuordnen lassen. Der Nachteil dieser Variante sind die erhöhten Anforderungen an Stall und Auslauf. Viele kleine Abteile und getrennte Ausläufe bedingen auch einen erhöhten Zeitaufwand beim täglichen Füttern, der Pflege und dem Reinigungsaufwand. Die Bruteier werden ausschließlich mit dem Bleistift gekennzeichnet. Bitte an dieser Stelle keinen Kugelschreiber, Edding oder anderes Schreibutensil verwenden. Die Kennzeichnung sollte eindeutig und mit möglichst wenigen Buchstaben oder Zahlen auskommen. Nun können die Eier bebrütet werden. Am 18. Tag der Brut werden diese in sogenannte Stammschlupfhorden umgelegt. Nur so kann die bisher erfolgte Kennzeichnung auf das geschlüpfte Küken übertragen werden.


Kükenkennzeichnung


Zur eindeutigen Kennzeichnung der Küken werden 2 Methoden empfohlen, die Kükenmarke und der Kükenring. Die früher oft verwendete Zehenlochung ist aus tierschutzrelevanten Gründen verboten. Hier wurde die Haut zwischen den Zehen gelocht. Die Kennzeichnung basiert auf der Unterscheidung zwischen welchen Zehen wievielmal und welche Läufe gelocht wurden. Bei dieser Methode ist die Anzahl der Markierungsmöglichkeiten begrenzt. Auf Ausstellungen werden Tiere mit Zehenlochung als gekennzeichnet deklariert und fallen aus der Benotung.


Kükenmarke


Die Kükenmarke wird in die Hautfalte zwischen den Flügel geklippt und kennzeichnet durch eine Nummerierung das Tier eindeutig. Unsere Aufmerksamkeit sollte hierbei auf der Größe der Kükenmarke liegen. Zu große Kükenmarken bergen ein Verletzungsrisiko für unsere Tiere.


Kükenring


Der Kükenring ist ein offener Ring den es in verschiedenen Ausführungsvarianten und Größen gibt. Dieser kann den Küken problemlos angelegt werden und gewährleistet durch unterschiedliche Farben und / oder mit Nummerierung eine eindeutige Kennzeichnung. Bis zur endgültigen Kennzeichnung durch den Bundesring muss diese je nach Tierart ein- oder zweimal durch einen größeren Ring ersetzt werden, damit zu kleine Ringe nicht einwachsen. Ein umfangreiches Sortiment an Kükenringen und weiteren Größen erhalten Sie im Online-Shop unter www.stengel-fussring.com. Neben den Flexi-Ringen stehen den Züchtern auch Easy-Flex-Ringe zur Verfügung. Diese lassen sich mit einer Beringungszange anlegen und vereinfachen das Anlegen der Ringe. Gerade dann, wenn sehr viele Küken gekennzeichnet werden müssen, verschafft der Easy-Flex Ring mit der Beringungszange einen nicht unerheblichen Zeitvorteil. Nach 5 – 6 Wochen können wir nun den Bundesring anlegen. Unsere bisherigen Kennzeichnungen können wir nun auf den Code des Bundesrings übertragen und unsere Aufzeichnungen vervollständigen. Hat man bei der Kennzeichnung mit Kükenringen gearbeitet und diese bereits durch offene Farb- oder Nummernringe ersetzt, kann man diese jetzt am Tier belassen. Im Vergleich zum Nachschauen der Nummer des Bundesrings ist dem Züchter so eine schnellere Zuordnung der Tiere möglich.



Fred Stengel


 

Größenempfehlung zur Kennzeichnung Ihrer Küken    

 

Liebe Züchterfrauen ,

Liebe Züchter,

 

uns erreichen viele Fragen zur Kennzeichnung von Küken. Primär steht hier die Größe im Mittelpunkt. Diese Übersicht soll Ihnen eine erste Empfehlung dafür geben.  

Mit dem Beringen der Eintagsküken heben Sie so, eine eindeutige Identifikation für Ihren Nachwuchs, sei es, ob sie durch verschiedene Farben  die unterschiedlichen Stämme kennzeichnen, oder ob Sie durch unsere Nummernringe die Entwicklung jedes einzelnen Tieres dokumentieren. 


Die oft gestellte Frage: „ Wann muss ich zur nächsten Ringgröße wechseln?“ kann nicht mit eindeutiger Sicherheit beantwortet werden. Dafür gibt es einfach zu große Unterschiede in den einzelnen Rassen und Populationen. Für manchen Züchter ist das wechseln der Ringe eine lästige Arbeit. „Ich habe doch so viele Küken! Gibt es da nicht ein Ring der mitwächst?“  Nein, den gibt es nicht. Selbst ein Ring, dessen Material  so leicht nachgeben würde, dass die Tiere diesen teilweise verlieren, würde einwachsen. Ich persönlich sehe diesen Ringwechsel nicht als Arbeit. Es verschafft mir die Möglichkeit, jedes Tier in die Hand zu nehmen. Es ist interessant, welche Merkmale und Kriterien man bereits in diesen Stadium erkennt. 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Aufzucht Ihrer Küken.

  

Fred Stengel

                                                                                         



Urzwerge & leichte Zwerghuhnrassen

Eintagsküken = Ø 4,0 mm

> Ø 5,0 mm > Ø 8,0 mm > 10,0 mm > geschlossener Ring (Bundesring)

 

 

Schwere Zwerghuhnrassen &leichte Hühnerrassen

Eintagsküken = Ø 5,0 mm

> Ø 8,0 mm > Ø 10,0 mm > Ø 12,0 mm > geschlossener Ring (Bundesring)



Schwere Hühnerrassen

Eintagsküken = Ø 5,0 mm

> Ø 8,0 mm > Ø 10,0 mm > Ø 12,0 mm > Ø 14,0 mm > geschlossener Ring (Bundesring)



Enten & Gänse

Eintagsküken = Ø 8,0 mm

> Ø 10,0 mm > Ø 12,0 mm > Ø 14,0 mm > Ø 16,0 mm > geschlossener Ring (Bundesring)



Wachteln

Eintagsküken = Ø 3,0 mm

> geschlossener Ring (Bundesring)


                                                                                           

 

 

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