Kennzeichnungsmöglichkeiten vom Brutei bis zum Ausstellungstier

Kennzeichnungsmöglichkeiten vom Brutei bis zum Ausstellungstier
– Fallnestkontrolle
– Brutei nur mit Bleistift kennzeichnen
– Stammschlupf
– Kükenkennzeichnung durch
1. Zehenlochung
2. Kükenmarken
3. Kükenringe
– Anlegen des Bundesringes

Zuchterfolge kommen nicht von alleine. Eine gezielte Verpaarung und eine lückenlose Aufzeichnung sind hierfür unerlässlich. Diese Forderung setzt eine eindeutige und sichere Kennzeichnung voraus.

  • Fallnestkontrolle

Zunächst stellt sich die Frage, welches Ei stammt von welcher Henne? Hier hat sich die Fallnestkontrolle bewährt. Die Henne, die zum Legen das Nest aufsucht löst selbsttätig einen Mechanismus aus, der das Nest verriegelt. Nach dem Legen muss die Henne vom Züchter aus dem Nest befreit werden. Der Züchter kann nun das Ei zur Henne eindeutig zuordnen. Fallnester können über den Fachhandel bezogen werden. Der Nachteil dieser Methode ist der hohe Zeitaufwand. Viele Züchter sind beruflich intensiv eingespannt und daher nicht in der Lage, alle 1 – 2 Stunden die Fallnester zu kontrollieren. Glücklich kann sich der schätzen, wer hierfür noch einen Familienangehörigen einspannen kann. Eine weitere Möglichkeit das Ei der Henne zuzuordnen, sind Stämme der Größe 1,1 oder 1,2. 

Bei letztgenannter Stammgröße kommt eine Jung- und eine Althenne zum Einsatz, deren Eier sich durch die Größe eindeutig zuordnen lassen. Der Nachteil dieser Variante sind die erhöhten Anforderungen an Stall und Auslauf. Viele kleine Abteile und getrennte Ausläufe bedingen auch einen erhöhten Zeitaufwand beim täglichen Füttern, der Pflege und dem Reinigungsaufwand. Die Bruteier werden ausschließlich mit dem Bleistift gekennzeichnet. Bitte an dieser Stelle keinen Kugelschreiber, Edding oder anderes Schreibutensil verwenden. Die Kennzeichnung sollte eindeutig und mit möglichst wenigen Buchstaben oder Zahlen auskommen. Nun können die Eier bebrütet werden. Am 18. Tag der Brut werden diese in sogenannte Stammschlupfhorden umgelegt. Nur so kann die bisher erfolgte Kennzeichnung auf das geschlüpfte Küken übertragen werden.

  • Kükenkennzeichnung

Zur eindeutigen Kennzeichnung der Küken werden 2 Methoden empfohlen, die Kükenmarke und der Kükenring. Die früher oft verwendete Zehenlochung ist aus tierschutzrelevanten Gründen verboten. Hier wurde die Haut zwischen den Zehen gelocht. Die Kennzeichnung basiert auf der Unterscheidung zwischen welchen Zehen wievielmal und welche Läufe gelocht wurden. Bei dieser Methode ist die Anzahl der Markierungsmöglichkeiten begrenzt. Auf Ausstellungen werden Tiere mit Zehenlochung als gekennzeichnet deklariert und fallen aus der Benotung.

  • Kükenmarke

Die Kükenmarke wird in die Hautfalte zwischen den Flügel geklippt und kennzeichnet durch eine Nummerierung das Tier eindeutig. Unsere Aufmerksamkeit sollte hierbei auf der Größe der Kükenmarke liegen. Zu große Kükenmarken bergen ein Verletzungsrisiko für unsere Tiere.

 

  • Kükenring

Der Kükenring ist ein offener Ring den es in verschiedenen Ausführungsvarianten und Größen gibt. Dieser kann den Küken problemlos angelegt werden und gewährleistet durch unterschiedliche Farben und / oder mit Nummerierung eine eindeutige Kennzeichnung. Bis zur endgültigen Kennzeichnung durch den Bundesring muss diese je nach Tierart ein- oder zweimal durch einen größeren Ring ersetzt werden, damit zu kleine Ringe nicht einwachsen.
Wählen können Sie zwischen 2 Ausführungsvarianten,
den Flexi-Ring

und den Easy – Flex – Ring

Unsere Flexi – Ringe kommen bei sehr kleinen Zuchten zum Einsatz. Sind größere Mengen an Küken zu erwarten, oder aber man möchte seine Tiere wesentlich komfortabler kennzeichnen, sind unsere Easy-Flex-Ringe die erste Wahl. Mit unserer Easy – Flex – Beringungszange lassen sich diese schnell und sicher anlegen, aber auch wieder abnehmen. Diese Möglichkeit bringt zudem eine nicht unwesentliche Zeitersparnis beim Kennzeichen Ihrer Tiere.

Die an meisten gestellte Frage bezüglich der Kükenkennzeichnung: „Mit welcher Größe beginne ich denn bei den Eintagsküken????“

Bis zur Bundesringgröße 11/13 (0,1/1,0) betrachten wir die Tiere als kleine Zwerghühner bzw. Urzwerge. Diese starten mit der Ringgröße Ø 4,0 mm, größere Tiere mit Ø 5,0 mm. Grundsätzlich sollte man hier seine eigenen Tiere beobachten, denn auch bei der gleichen Rasse gibt es durchaus Populationen, welche einen unterschiedlichen Knochenbau aufweisen.

Beide Produkte, sowohl der Flexi – Ring als auch der Easy – Flex – Ring stehen Ihnen in 15 verschiedenen Farben sowie in weiteren 11 Farben nummeriert zur Verfügung. Welche Möglichkeit Sie wählen, hängt davon ab, welche Informationen Sie von Ihren Tiere erfassen möchten. Mögliche Varianten wären:
– Farbliche Kennzeichnung, eine Farbe je Stamm
– Farbliche Kennzeichnung, eine Farbe je Althenne, Fallnestkontrolle erforderlich, für kleine Zuchten
– Nummerierte Kennzeichnung, eine Farbe je Stamm, eine Nummer je Küken,
– Nummerierte Kennzeichnung, eine Farbe je Althenne, eine Nummer ja Küken,

Haben Sie schon einmal Unterschiede bei Küken und Junghennen erfasst und notiert? Es ist erstaunlich, welche Rückschlüsse sich auf die Entwicklung zum Ausstellungstier bereits in diesen sehr frühen Stadium ziehen lassen.

Für die praktische Anwendung haben wir Ihnen bereits Sortimente zusammengestellt, welche Ihnen in der weiteren Entwicklung Ihrer Tiere immer den passenden Ring mit gleicher Kennzeichnung bereit halten. 


Easy-Flex-Farbringe für Zwerghühner – 443861.97 & 443861.98
Easy-Flex-Farbringe für Hühner – 355862.97 & 355862.98
Flexi-Farbringe für Hühner – 444963.97 & 444963.98

Easy-Flex-Nummernringe für Zwerghühner – 445861.XX
Easy-Flex-Nummernringe für Hühner – 446862.XX
Flexi-Nummernringe für Hühner – 447963.XX
XX = Farbauswahl

Nach 5 – 6 Wochen können wir nun den Bundesring anlegen. Unsere bisherigen Kennzeichnungen können wir nun auf den Code des Bundesrings übertragen und unsere Aufzeichnungen vervollständigen. Hat man bei der Kennzeichnung mit Kükenringen gearbeitet und diese bereits durch offene Farb- oder Nummernringe ersetzt, kann man diese jetzt am Tier belassen. Im 

Vergleich zum Nachschauen der Nummer des Bundesrings ist dem Züchter so eine schnellere Zuordnung der Tiere möglich.

Fred Stengel

 

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