Exotische Vögel halten und züchten

Zahlreiche exotische Vögel wie Papageien, Sittiche oder Kanarienvögel sind beliebte Haus- und Zuchttiere. Sie faszinieren durch ihre schillernde Farbpracht oder ihre Gesangskünste. Viele Arten sind in ihrer Heimat bedroht, werden aber dennoch illegal importiert. Daher gibt es in Deutschland spezifische Regelungen für die Zucht. Jede Art hat zudem spezielle Anforderungen an die Haltung, über welche es sich zu informieren gilt.

Die optimale Haltung von Wellensittich, Kanarienvogel und Co.

Vor allem den beliebten Wellensittichen und Kanarienvögeln wird oft nachgesagt, dass sie in der Haltung anspruchslos sind. Doch auch hier gibt einige grundsätzliche Dinge zu beachten. Dazu zählt die Regel, die Vögel niemals allein zu halten, denn Wellensittich und Co. sind soziale Wesen. Wer darüber hinaus mehrere Arten halten möchte, sollte sich darüber informieren, ob die Vögel vergesellschaftet werden können oder nicht. So vertragen sich beispielsweise Kanarienvögel mit Zebrafinken, nicht aber mit Agarponiden und Wellensittichen. Weiterhin benötigen Vögel viel Platz zum Fliegen. Großaras etwa brauchen eine weiträumige Außenvoliere. Kann man dies nicht bieten, sollte auf Zucht und Haltung verzichtet werden. Über die Mindestanforderung der Käfig- bzw. Volierengröße sollte man sich vor dem Kauf informieren. Passendes Zubehör für Ihre Voliere finden Sie außerdem hier. Schlussendlich erhält man nur dann schöne Tiere, wenn sie artgerecht gehalten werden. Dazu zählen auch die Möglichkeit zum täglichen Freiflug und genügend Sauberkeit im Gehege.

Tipps für die gesunde Ernährung exotischer Vogelarten

Eine ausgewogene Ernährung trägt maßgeblich zum Zuchterfolg bei. Dazu zählt in erster Linie kohlenhydratreiches Körnerfutter. Eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen und Vitaminen wird darüber hinaus über Grünfutter wie Vogelmiere oder Löwenzahn gewährleistet. Auch hier hat jede Art ihre eigenen Präferenzen. Für die Bildung von Eiern brauchen Vögel außerdem viel Kalzium, daher sollten Sepiaschalen und Kalksteine immer zur Verfügung stehen. Kalzium kann wiederum nur aufgenommen werden, wenn genügend natürliches Licht vorhanden ist. Werden die Tiere im Raum gehalten, kann eine UV-Lampe als alternative Lichtquelle benutzt werden. Sogenannter Grit ist überdies notwendig, um die Verdauung zu unterstützen.

Hinweise für die Zucht exotischer Vögel

Jede Art hat Ihre eigenen Anforderungen an die Zucht. Wer zum Beispiel Kanarien züchten möchte, muss beachten, dass die Brutzeit im Frühjahr beginnt. Die Pärchen sollten bereits im Herbst zusammenkommen um sich aneinander zu gewöhnen. Wellensittiche hingegen haben keine bestimmte Brutsaison, sie können das ganze Jahr über brüten. Da das Brüten der Eier und das Heranziehen der Küken jedoch sehr kräftezehrend ist, sollten Sittiche nur ein bis zwei Mal im Jahr brüten.
Zu beachten ist weiterhin, dass einige Arten der Artenschutzverordnung unterliegen und somit kennzeichnungspflichtig sind. Für diese bedarf es einer Genehmigung vom Veterinär- oder Ordnungsamt. Um diese zu erhalten, werden die Haltungsbedingungen und das Wissen über bestimmte Krankheiten, wie der Papageienkrankheit Psittakose, von einem Fachmann geprüft. Darüber hinaus sind viele Arten melde- und kennzeichnungspflichtig. Durch die Beringung mit einem geschlossenen Ring kann die legale Nachzucht nachgewiesen und von illegal eingeführten Tieren unterschieden werden. Außerdem erlaubt ein geschlossener Ring die eindeutige Identifikation Ihrer Zuchtvögel. Informieren Sie sich hier über unser Angebot an geschlossenen Ringen.
Bei Fragen zur Beringung Ihrer Tiere beraten wir Sie gern.

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